Zum Hauptinhalt springen

Auf dem Weg zum Luftschiff 2.0

  • Aeroscraft

Ver­tre­ter des In­sti­tuts für post­fos­si­le Lo­gis­tik (PFL) und des US-ame­rik­an­is­chen Her­stel­lers Aer­o­s­ Cor­por­a­ti­on ha­ben der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on in Brüs­sel En­de No­vem­ber ei­ne neu kon­zi­pier­te Luft­fahr­zeug­tech­no­lo­gie vor­ges­tellt, die ei­ne kli­man­eut­ra­le Luft­fracht mög­lich ma­chen soll. In der End­aus­bau­stu­fe die­ser En­twick­lung sol­len Fracht­en bis 250 Ton­nen trans­por­tiert wer­den kön­nen.

Ein Aer­o­s­craft ver­eint die Vor­tei­le ei­nes Trans­port­fahr­zeugs mit klas­sis­chen Luft­fahr­zeu­gen. Es be­steht aus ei­nem knapp 90 Me­ter lan­gen und rund 30 Me­ter breit­en Flug­kör­per aus Car­bon und Alu­mi­ni­um, der mit He­li­um­tanks ge­füllt ist. Die­se wer­den ja nach An­for­der­ung kom­pri­miert oder de­kom­pri­miert, um das neue Trans­port­mit­tel schwer­er oder leich­ter als Luft wer­den zu las­sen. Dam­it wer­den Nach­tei­le bish­eri­ger Luft­schif­fe, wie bei­spiels­wei­se die ein­ge­schränk­te Ma­nö­vrier­fä­hig­keit am Bo­den, aus­geg­li­chen.

Zen­t­ra­les Ele­ment ein­er emis­si­ons­frei­en Lo­gis­tik­ket­te

Durch die Va­ria­bi­li­tät im Ge­wicht ist der Aer­o­s­craft auch oh­ne ma­nu­el­le Hil­fe am Bo­den ma­nö­vrier­fä­hig. Für die Be­we­gung am Bo­den sor­gt ein er­zeug­tes Luft­kis­sen ana­log zur Hov­er­craft-Tech­no­lo­gie. „Dam­it wird die­se Lö­sung auch aus wirt­schaft­lich­er Sicht in­ter­ess­ant”, sagt Prof. Dr. Karl-Ge­org Stef­fens, Vor­sit­zen­der des Beir­ats des PFL. Mit der Aer­o­s­craft-Tech­no­lo­gie sei zu­dem ei­ne kli­man­eut­ra­le Luft­fracht mög­lich: „In Ver­bin­dung mit dem Schien­en­ver­kehr und elek­tri­f­iz­ier­ten Fahr­zeu­gen im Nah­ver­kehr kön­nen ei­ne durch­gän­gig emis­si­ons­freie Lo­gis­tik­ket­te an­ge­dacht und kon­kre­te Maß­nah­men für den zu­kun­ft­sor­i­ent­ier­ten Gü­ter­ver­kehr ein­ge­lei­tet wer­den.” Bei ein­er groß­flä­chi­gen Nut­zung von Sol­ar­zel­len auf der Au­ßen­haut des neu­en Luft­frach­ters kön­ne zu­künf­tig sog­ar ein voll­stän­dig kli­man­eut­ra­ler Schwer­trans­port mög­lich sein.

Trans­port­vo­lu­men in neu­en Di­men­si­on­en

„Der er­ste Pro­to­typ des Aer­o­s­craft wur­de im ka­li­f­or­nis­chen Mon­te­bel­lo be­reits ge­baut, ein zweit­er be­fin­d­et sich in der En­twick­lung”, so Prof. Stef­fens weit­er. Der Roll-Out ein­er er­sten Klein­ser­ie von 20 Stück, die je­w­eils bis zu 66 Ton­nen Nutz­last auf­neh­men kön­nen, ist für 2016 vor­ge­se­hen. In der End­aus­bau­stu­fe sind Las­ten bis zu 250 Ton­nen trans­por­ti­er­bar. Zum Ver­gleich: Das größ­te in Se­rie her­ges­tell­te Trans­port­flug­zeug der Welt, die Ant­onow An-124, kann ei­ne Nutz­last von max­im­al 150 Ton­nen auf­neh­men.

Das Eu­ro­pean Con­sor­ti­um of Aer­o­s­craft Op­er­a­ti­ons

Das am 23. Ju­ni 2014 ge­grün­de­te Eu­ro­pean Con­sor­ti­um of Aer­o­s­craft Op­er­a­ti­ons (ECAO), dem ne­ben dem In­sti­tut für post­fos­si­le Lo­gis­tik aus Müns­ter die vom Bun­des­ver­kehrs­min­is­te­ri­um un­ter­stütz­ten Lo­gist­ics Net­work Con­sult­ants aus Han­nov­er und die Eu­ro­päi­sche Re­prä­sen­tanz der Aer­o­s­ Cor­por­a­ti­on aus Ber­lin an­ge­hö­ren, hat sich das Ziel ge­set­zt, die Mög­lich­kei­ten des Ein­sat­zes der Aer­o­s­craft-Tech­no­lo­gie in Eu­ro­pa zu prü­fen. Vor­tei­le sol­len ins­be­son­de­re im Be­reich von Schwer­last­trans­por­ten er­schlos­sen wer­den, in­dem die oh­ne­hin stark fre­quen­tier­te Stra­ßen­in­fra­struk­tur in Bal­lungs­räu­men, wie et­wa Nord­rhein-West­fa­len, ent­las­tet wird.

Aeroscraft | Aeros Corporation
© Aer­o­s­ Cor­por­a­tion | www.aeroscraft.com
Aeroshell Production | Aeros Corporation
© Aer­o­s­ Cor­por­a­tion | www.aeroscraft.com